Uhlenköper-Camp Uelzen

Pressemitteilungen

Neues vom Uhlenköper-Camp im Blog

 

Spiegel online vom 21.6.2010:

Bericht über einen neuen Campingführer mit Praxistest auf dem Uhlenköper-Camp

 

Allgemeine Zeitung vom 23.05.08:

"Lohn für die Schufterei"

Neues Natur-Freibad in Westerweyhe öffnet am Sonntagvormittag

 

Foto: AZ, Kurt Rabsahl

Von Bernd Schossadowski

Uelzen-Westerweyhe. Am liebsten würde Thomas Körding, Inhaber des Uhlenköper-Camps in Westerweyhe, schon jetzt eine Runde im neuen Naturbad auf dem Campingplatz-Gelände schwimmen. Doch auf diese Abkühlung muss er noch ein paar Tage warten. Bis dahin sind für Körding und seine Helfer schweißtreibende Restarbeiten angesagt. "Wir befinden uns gerade im Endspurt", erzählt der 37-Jährige. Auf dem Areal wird noch fleißig gebohrt, geschraubt und gehämmert. Doch am Sonntag, 25. Mai, wird alles fertig sein, denn um 10 Uhr beginnt der Badebetrieb.

Seit einem halben Jahr ist Kördings Team mit dem Umbau des alten Bades aus den 80er-Jahren beschäftigt. Viele Freiwillige aus dem Ort haben ihn dabei unterstützt. "Ohne die wäre vieles nicht gegangen. Herzlichen Dank an alle Helfer", sagt er. Drei separate Becken stehen den Badegästen jetzt zur Verfügung: ein Schwimmerbereich, ein Nichtschwimmerbecken mit Ballspiel-Ecke und ein Kleinkind-Bereich, in dem Wasser aus einem Quellstein sprudelt.

Das Besondere an dem neuen Bad: Das kühle Nass wird nicht mit Chlor gereinigt, sondern in einem mit Kies beschichteten und mit Schilf bewachsenen Bodenfilter (AZ berichtete). Anschließend wird das Frischwasser zurück in die Becken gepumpt. "Das ist ein ständiger Kreislauf", erklärt Körding.

Besonders stolz ist er auf die zehn Meter lange, halbkreisförmige Rafting-Rutsche. Auf dieser können die Badegäste mit Schwimmtieren, Plastikreifen oder Luftmatratzen von einem kleinen Podest aus ins Nichtschwimmerbecken rutschen. Am Rand des Beckens wächst winterharter Lotos. "Das ist ein außergewöhnliches Experiment. So etwas ist hierzulande noch nie in einen Schwimmteich gepflanzt worden", berichtet Körding. Eine Liegewiese und ein Spielstrand mit feinem Sand runden das Naturbad ab.

Auf etwa 350000 Euro beziffert Körding die Kosten für den Umbau des Freibades und des Sanitärgebäudes. 27,5 Prozent davon werden aus Ziel-1-Mitteln finanziert. Einen sechsstelligen Betrag steuert die Stadt bei, die sich damit aus ihrer Unterhaltungspflicht für das Bad freikauft. So blieb für Körding eine Restsumme von 30000 Euro, die er aus Eigenmitteln bestritt.

"Es ist sehr motivierend, wie schön alles geworden ist. Das ist der Lohn für die lange Schufterei", sagt Körding. Am Sonntag wird er sich in einen Liegestuhl setzen und den Badegästen glücklich und zufrieden zuschauen. "Und wenn die Kinder dann auf der Rafting-Rutsche herumalbern, werde ich wohl Freudentränen vergießen."

Das Natur-Freibad im Uhlenköper-Camp ist täglich von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 1,50 Euro Eintritt, Kinder 1 Euro. Ein besonderes Angebot gibt es für Kinder aus Kirch- und Westerweyhe: Sie dürfen nachmittags kostenlos baden.

23.05.2008

 

Allgemeine Zeitung vom 07. März 2008

Rollende Konferenz

Fahrrad mit sieben Sitzen soll touristische Attraktion in Uelzen werden

Uelzen. Sie treten in völlig verschiedene Richtungen in die Pedalen, trotzdem kommen sie gemeinsam voran. Und sie haben dabei jede Menge Spaß: die Radler auf dem "Conference Bike". Das 1,80 Meter breite und 2,60 Meter lange Gefährt, das in seinen Maßen an ein Auto erinnert, könnte in diesem Jahr zu einer neuen touristischen Attraktion in Uelzen werden. Das originelle Fahrrad soll durch die Innenstadt touren und dabei die beliebte Musical-Bahn Emma ergänzen - nicht jedoch ersetzen, wie Thomas Körding, Inhaber des Uhlenköper-Camps in Westerweyhe,betont.

Foto: Jürgen Clauss, HeideRegion Uelzen

Er ist einer die Initiatoren dieses Projekts. Zusammen mit Tourismus-Vertretern von Stadt und Kreis Uelzen, der Heide-Region, dem Verein Öko Regio, einer Firma für Naturmöbel und weiteren Beteiligten unternahm Körding kürzlich einen Ausflug auf dem "Conference Bike" durch Uelzen. "Das war ein irres Gefühl, vor allem, wenn man rückwärts zur Fahrtrichtung sitzt", schwärmt er. "Die Passanten haben große Augen gemacht. Das Bike macht wirklich viel Eindruck."

Denn welches Fahrrad bietet schon sieben Plätze, die im Kreis angeordnet sind, deren Pedalkraft aber in Vorwärtsrichtung gebündelt wird? Dabei schauen sich die Mitfahrer gegenseitig an und halten - wie der Name andeutet - eine Konferenz ab. Nur der Pilot sitzt in Fahrtrichtung. Er überschaut die Runde, lenkt und bremst. Die übrigen Pedalritter können unterdessen im Panoramablick die Landschaft oder die Stadt genießen. "Der Fahrer könnte gemietet werden und der Gruppe zum Beispiel etwas über Uelzens Sehenswürdigkeiten erzählen. Die Marktstraßen bieten sich für solche Touren besonders an", schlägt Körding vor.

Der etwa 10000 Euro teure Siebensitzer - serienmäßig hergestellt von der Firma Velo Saliko aus Hannover - soll mittelfristig eine feste Route durch Uelzens Zentrum fahren. An Haltestellen kann ein- und ausgestiegen werden. "Das ist sehr kommunikativ, denn man lernt auf diese Weise immer neue Leute kennen", erklärt Körding.

Noch ist es aber nicht so weit. Zunächst will der 37-Jährige ein "Conference Bike" für seinen Campingplatz anschaffen, das Gruppen für Ausflüge mieten können. Zudem soll das Fahrrad nach Kördings Vorstellung bei größeren Veranstaltungen in Uelzen eingesetzt werden, beispielsweise zum Weinfest. Erst nach einer erfolgreichen Erprobungsphase könnte es regelmäßig in der Innenstadt verkehren.

Voraussetzung dafür ist aber, dass sich Stadtverwaltung, Rat, Tourismusbehörde und Polizei auf eine verkehrsrechtliche Genehmigung für das Rad einigen. "Es müssen alle dahinter stehen", betont Körding. Doch wer das rollende Konferenzzimmer einmal hautnah erlebt habe, der sei davon begeistert.

Allgemeine Zeitung vom 28. Februar 2008, Seite 18

Rafting-Rutsche als Clou

Im Uhlenköper-Camp in Westerweyhe wird ein Natur-Freibad gebaut.

Text: Bernd Schossadowski, Allgemeine Zeitung Uelzen

Uelzen-Westerweyhe. Wo sich derzeit noch Betonmischer drehen und Spaten ins Erdreich graben, soll im Sommer fröhlich geplantscht werden. Die Arbeiten am neuen Natur-Freibad im Uhlenköper-Camp in Westerweyhe laufen auf Hochtouren. Seit Januar sind die Bauherren Thomas Körding und Michaela Paul sowie ihre Helfer dabei, das alte Schwimmbad aus den 80er-Jahren umzugestalten und zu erweitern. „Wir wollen das Bad am 17. Mai eröffnen“, hofft Körding.

Foto: Kurt Rabsahl, Allgemeine Zeitung Uelzen


Der 37-Jährige setzt dabei – wie auf dem Campingplatz – ganz auf Ökologie: Chlor-Wasser wird es in dem neuen Freibad nicht mehr geben. Stattdessen wird das kühle Nass in einem mit Kies beschichteten und Pflanzen bewachsenen Bodenfilter auf natürliche Weise gereinigt und als Frischwasser zurück in die Becken gepumpt.
Von diesen gibt es künftig mehr als bisher. Stand zuletzt nur ein kleiner Nichtschwimmerbereich zur Verfügung, werden jetzt auch ein 100 Quadratmeter großes Schwimmer- und ein 35-Quadratmeter-Kleinkinderbecken gebaut. Letzteres ist bis zu 35 Zentimetern tief.
Der Schwimmerbereich hat eine Tiefe von 2,05 Metern. „Dort entstehen vier Bahnen von jeweils 12,50 Meter Länge. Weil das Becken genormt ist, werden wir es den Vereinen für das Sportabzeichen-Schwimmen anbieten können“, kündigt Körding an. Angegliedert wird ein kleiner Wellnessbereich mit Sitzstufen unter der Wasseroberfläche. Auf ihnen können sich die Badegäste von Wasser-Düsen massieren lassen.

Aufgewertet wird auch das 120 Quadratmeter große und 1,14 Meter tiefe Nichtschwimmerbecken. Ihm schließt sich ein flacherer Bereich an, in dem Ballspiele im Wasser möglich sind. Der besondere Clou wird eine halbkreisförmige Rafting-Strecke. Auf ihr können die jüngeren Badegäste auf Matten von einem kleinen Turm ins Nichtschwimmerbecken rutschen. „Die Kinder sind davon schon ganz begeistert“, sagt Körding, der die Pläne kürzlich im Westerweyher Ortsrat vorstellte und dabei auf reges Interesse stieß.
Mit insgesamt 350 000 Euro werden der Umbau und die Erweiterung des Freibades zu Buche schlagen, schätzt Körding. Darin eingerechnet ist auch die Modernisierung des noch aus den 60er-Jahren stammenden Sanitärgebäudes.
Im Gegenzug gibt es Ziel-1-Mittel in Höhe von 27,5 Prozent der Investitionssumme. Hinzu kommt eine Ablösezahlung der Stadt Uelzen, die sich damit aus ihrer vertraglichen Unterhaltungspflicht für das Bad freikauft. „Wenn man unsere umfangreichen Eigenleistungen einrechnet, müssen wir für den Umbau nur rund 40 000 bis 50 000 Euro aus eigenem Kapital aufbringen. Nur dadurch wird das Ganze überhaupt möglich“, erklärt Körding.

Allgemeine Zeitung vom 5. Dezember 2007, Seite 4

Kopf hoch, Wasser marsch

Westerweyhe kriegt Naturbad

Text: Maren Warnecke, Allgmeine Zeitung Uelzen

Uelzen-Westerweyhe. Den knallroten Rettungsring möchte Thomas Körding nie im Einsatz sehen. Dafür immer viele fröhliche Kinder und ihre Eltern, die auf seinem Gelände nach Herzenslust plantschen. Im neuen Naturbad Westerweyhe, das aus den Überresten des alten Westerweyher Schwimmbades auf dem Gelände des Uhlenköper-Camps entstehen soll.
„Wir haben uns der Ökologie verschrieben.“ Thomas Körding lächelt. Er setzt auf Nachhaltigkeit, kurzfristig erfolgreiche Aktionen beim Thema Umweltschutz sind seine Sache nicht. Die Familie zieht dabei mit. 2005 erhielt das Familienunternehmen das EU-Umweltzeichen, Thomas Kördings Schwester Michaela Paul hat sich inzwischen zum Qualitäts-Coach weiterbilden lassen. Das wiederum war die Voraussetzung dafür, dass Kördings nun beim Umbau des Schwimmbades auf Ziel-1-Mittel hoffen können.Im Boot ist bei dem Projekt auch die Stadt Uelzen. Diese war bislang als Kommune Betreiberin des alten Westerweyher Schwimmbades. Gegen eine Ablösesumme geht der Besitz nun an die Familie Körding über. Wenn auch der Stadtrat Uelzen grünes Licht gibt für das ehrgeizige Projekt, dessen Gesamtinvestition sich auf etwa 600 000 Euro belaufen wird.
Allein die Kosten für den Umbau der Schwimmlandschaft werden etwa 250 000 Euro betragen, erzählt Körding.Mit dem Umbau gelingt es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits erinnert die zukünftige Badelandschaft Alteingesessene wohl an frühere Zeiten mit zwei getrennten Schwimmbecken. Zugleich wird das ganze Gelände viele moderne Finessen aufweisen. So wird es einen Überlauf vom Nichtschwimmerbecken in das neue Kleinkindbecken geben. Zudem ist ein Wellness-Bereich geplant. Die beiden letztgenannten Becken erhalten das hochwertigste Wasser aus dem umliegenden Bodenfilterbereich. Eine Sonnenterrasse verbindet den Nichtschwimmerbereich mit dem Schwimmerbecken mit vier Bahnen und einer Länge von 12,5 Metern. Zusätzlich entsteht auf dem Dach des modernisierten Sanitärgebäudes eine zweite Sonnenterrasse. „Wir haben hier Südseite“, freut sich Thomas Körding.
 
Eine so genannte Rafting-Rutsche ermöglicht künftig mehr Interaktion der Kinder. Diese Rutsche verläuft fast ebenerdig, ein Aus- und Zustieg ist jederzeit möglich, Gummitiere sind erlaubt.Camper bezahlen den Eintritt fürs Naturbad in einer erhöhten Grundgebühr mit. Von allen anderen Nutzern wird voraussichtlich der Besucher-Obolus für den Campingplatz genommen. Und eine gute Nachricht für alle Kinder bis 14 Jahre aus Kirch- und Westerweyhe: Sie zahlen keinen Eintritt. Das galt vorher nur für den Westerweyher Nachwuchs. „Wir können mit der alten Teilung der beiden Ortsteile nichts anfangen“, so Körding.Nun wartet die Familie nur noch auf das grüne Licht aus Stadt und Kreis. „Pfingsten muss alles fertig sein.“ Sonst laufen ihm die Kunden weg, weiß Körding. „Camper sind so sensibel.“

Allgemeine Zeitung vom 24. August 2006, Seite 18

Mit Ökologie nach den Sternen greifen

AZ-Sommer-Serie, Teil 17: Von 16 bis 17 Uhr zu Besuch im Uhlenköper-Camp in Westerweyhe

Von Barbara Kaiser

Uelzen/Westerweyhe. Camper sind disziplinierte Mittagsruhe-Einhalter. Wenn sie dann aber ausgeschlafen und ausreichend geruht haben, geht das Leben so turbulent wie familiär weiter. Es ist kurz vor 16 Uhr. Auf dem Weg zum Uhlenköper-Camp Westerweyhe muss der Besucher hinter dem großen Getränke-LKW hertuckern, der immer freitags aus Lüchow kommt. So ist Thomas Körding, der Chef des Platzes, erst einmal gehalten, Listen zu überprüfen und Kästen zu zählen. Klappt die Zusammenarbeit mit dem Kunden in Uelzen? Fahrer Michael Krause nickt eifrig: Alles im grünen Bereich.

Im Kiosk, in dem Gertrud Körding das Regiment führt, geht der Gong, der Kundschaft anzeigt, nahezu ohne Unterlass. Gerade möchte der kleine Andreas aus dem Dorf ein Eis, „das nach Brause schmeckt“. Er bekommt es mit einem freundlichen „Bitteschön!“. Gleich wird Gertrud Körding schnell noch die Postkisten fertig packen, denn das gelbe Auto biegt bereits um die Ecke.

Sozusagen im Schlepptau hat es den Caravan von Rolf Heumann aus Minden. Er kommt aus dem Urlaub von Usedom und legt für die Nacht in Westerweyhe einen Zwischenstopp ein. Warum fährt er nicht durch? „Na hören Sie mal, das sind 550 Kilometer!“, antwortet er. Also meldet er sich bei Michaela Körding an der Rezeption an. Später wird er gemütlich mit seiner Frau auf der Terrasse beim Kaffee sitzen.

Jetzt hat der Camping-Platz-Chef aber Zeit für ein Gespräch! Nein, immer noch nicht. Aus dem Pkw mit Hamburger Kennzeichen steigt ein Fernsehteam der „PlusMinus“-Redaktion. Die drei Journalisten wollen ein paar Einstellungen drehen mit einem niederländischen und einem deutschen Ehepaar; es geht um die Bankgebühren, die für EU-Bürger aus dem nichtdeutschen Raum andere sind als für Kunden aus den Bundesländern zwischen Kap Arkona und Alpen. Die Utrechter Gäste stehen schon bereit, die deutsche Familie ist noch beim Einkaufen. Man versucht sie anzurufen, damit die Medienleute nicht so lange warten müssen…

Gegen 16.30 Uhr gelingt die Verschnaufpause für Thomas Körding. Vorher hat er noch die kleinen Gäste am Schwimmbecken besucht, die mit Wasservolleyball beschäftigt werden und nebenbei gerne für ein Foto posieren.

Wie eigentlich gehören die Familienmitglieder Körding zusammen? „Das ist ein Hobby von vielen Gästen, herauszufinden, wer mit wem ein Paar ist und zu wem welcher Nachwuchs gehört“, lacht Thomas. Er ist der Sohn von Gertrud. Mit zur im Jahr 2003 gegründeten GbR gehört Schwester Michaela. Vater Dieter Körding ist ebenfalls nicht wegzudenken aus dem Bild des Platzes, wenn er mit seinem Fahrrad zwischen  „Eulenring“, „Waldkauz-End“, „Graueulen-Eck“ und „Schneeeulen-Horst“ unterwegs ist. Er ist das wie in jedem Unternehmen (über)lebensnotwendige „Mädchen für alles“. Thomas Körding ist verheiratet, Schwester Michaela so gut wie, und dann gibt es noch einen Bruder mit Lebensgefährtin, die aber nicht zum Betrieb gehören. – Also viel Rätselspaß für die Gäste des „Uhlenköper-Camps“: Wer mit wem?

Seit die Kördings im Jahr 2001 als Pächter aus Osnabrück nach Westerweyhe kamen und zwei Jahre später den Campingplatz als Eigentümer übernahmen, ist viel passiert. Die Familie hat eine Reihe von Auszeichnungen gewonnen, die mit Urkunde und Flagge den Zugangsweg schmücken. Das EU-Umweltzeichen, die Margarite, war die höchste und schwierigste Hürde, sagt Thomas Körding. 36 Muss-Kriterien waren neben zahlreichen anderen zu erfüllen. Beispielsweise ist es unumgänglich, dass alle Leuchtquellen energiesparende sind und ausschließlich Recyclingpapier im gesamten Betrieb zur Benutzung steht, vom Büro- bis zum Toilettenpapier!  Im Camp wird das Warmwasser selbstverständlich von der Sonne bereitet, und man kauft einen Teil Solarstrom. „Das ist ja auch eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, ob Sie das tun“, sagt Körding. Aber der Platz will eindeutig und konsequent ökologisch orientierte Camper ansprechen. Zur EU-Margarite, die es erst seit 2005 gibt und die nur zwei Campingplätze in Deutschland erringen konnten (außer Westerweyhe einer im Allgäu), kommen noch die Zertifizierung von „Viabono – Natürlich reisen“ und der Eintrag in den ADAC-Campingführer mit vier Sternen. „Eigentlich gibt es nichts mehr, was wir nicht haben“, berichtet Diplomkaufmann Körding stolz. Dafür ist natürlich eine Menge zu tun. Aber: Die Zusammenarbeit mit dem BUND trägt schöne Früchte, die geführten Kanutouren sind der Renner, der Bioladen hat alles aus der Region im Sortiment, auch die Kinderprogramme sind umweltpädagogisch ausgerichtet.

In der kurzen Gesprächszeit sind die Familienmitglieder Körding eifrig hin und her gewuselt. Die deutsche Familie fürs Fernsehteam ist immer noch nicht da – ob man sie noch mal anruft? Thomas hält es auch kaum auf dem Stuhl, das merkt man. Eine Runde im Kernbereich des 3,4 Hektar großen Geländes gehört für ihn zu den Regularien. Er sieht, auch wenn er sich mit jemandem unterhält, das Kaugummipapier auf der Erde und hebt es auf! Einen Blick auf die neueste Errungenschaft bleibt immer: Zwei Indianer-Tipis mit Feuerstelle im Inneren, die von Gruppen genutzt werden können. Ein kurzer Schwatz mit einem Westerweyher, der auf einen Kaffee vorbeigekommen war. Haben sich die Kördings eingelebt? Klar, sagt der Gast, bestens! Michaela war schon Heidekönigin, Vater Dieter ist amtierender Schützenhauptmann und Erster Vorsitzender der Schützenkameradschaft. „Er ist echter Hauptmann, ich nur einer der Reserve“, witzelt der Sohn, der Zeitsoldat war und bei der Bundeswehr sein Studium absolvierte.

Hat so ein beschäftigter Mann noch Träume? Ziele? 10000 Übernachtungen wären anzuvisieren, erwidert Thomas Körding. Im Jahr 2006 könnten es 8500 werden. Das Schwimmbad soll vergrößert und eine Umgestaltung zum Naturbad erfahren. „Es geht zum Glück gut bergan“ - das ist das Resümee dieser Nachmittagsstunde mit viel Trubel, viel Arbeit, aber auch großer Freundlichkeit.

vom 20. Februar 2006

Uhlenköper-Camp auf konsequent ökologischem Weg

Campingplatz Westerweyhe mit Naturkostladen und Solaranlage

Uelzen (tk).

Wieder einmal gab es eine Auszeichnung für die Aktivitäten der Familie Körding. Auf der Freizeitmesse in Hannover wurden die Preise für den Wettbewerb "Vorbildliche Campingplätze in Niedersachsen" verteilt. Dabei erhielt das Uhlenköper-Camp einen Sonderpreis in der Kategorie Zielgruppenorientierung für die familienfreundliche Angebotsgestaltung in Verbindung mit konsequent umweltfreundlicher Betriebsführung. Um auch diese Auszeichnung zu bestätigen wird der ökologische Weg weiter fortgeführt. So wird gerade eine 30qm Solaranlage mit Vakuum-Röhrenkollektoren errichtet, die nahezu den gesamten Warmwasserbedarf des Campingplatzes decken wird. Überschüssige Energie wird dann sogar noch zur Heizungsunterstützung genutzt. Diese Anlage trägt wesentlich zu einer verringerten Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bei.

  Außerdem wurde der Kiosk mit Post-Service-Filiale und die Gaststätte umgebaut, so dass ab dem 20. Februar ein neuer Kiosk auf deutlich größerer Verkaufsfläche entstanden ist. Das besondere dabei: Die Artikel werden zum überwiegenden Teil Naturkostlebensmittel sein. Von den Nudeln bis zur Windel, vom Kaffee bis zu den Tütensuppen, selbst die Backwaren, Obst und Gemüse tragen ein Biosiegel. Dieser wohl einmalige Versuch in der deutschen Campinglandschaft soll die Zielgruppe des Westerweyher Platzes weiter konkretisieren. Naturverbundene Menschen mit Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft sollen angesprochen werden einen (Kurz-) Urlaub in Uelzen zu verbringen, um dabei Kanu-, Fahrrad- oder Wandertouren in der HeideRegion zu genießen.

  Die Erweiterung des Ladens, jetzt auch mit Internetecke und Copy-Shop, ist aber nur möglich geworden, weil der Kiosk, auch durch die Postfiliale, das ganze Jahr über geöffnet ist. "Wir wollen mit dem Umbau auch den Ansprüchen unserer Kunden aus Westerweyhe entgegenkommen." sagt Michaela Körding, die hauptsächlich für die Einrichtung des Bioladens verantwortlich ist. Bisher mussten sich die Kunden und Gäste doch manchmal etwas drängeln um alle hineinzupassen.

  Selbstverständlich wird das Gaststättenangebot und damit auch das tägliche Frühstücksbüffet weiter aufrechterhalten, mit der Ergänzung, dass auch in diesen Bereichen das Biosiegel Einzug nehmen wird. Übrigens: In der Eröffnungswoche vom 20.-25.2. gibt es auf alle Naturkostartikel 10% Rabatt.

vom 23. September 2005

Uhlenköper-Camp Uelzen unter

Top 5 in Europa

 

Campingplatz Westerweyhe erhält EU-Ecolabel in Friedrichshafen

Uelzen (tk).

Der Campingplatz Uhlenköper-Camp Uelzen ist einer der umweltfreundlichsten in ganz Europa. Als einer von fünf ausgezeichneten europäischen Plätzen und als einziger Campingbetrieb aus Norddeutschland erhielt der von der Familie Körding geführte Platz auf der internationalen Fachmesse Camp Ground in Friedrichshafen das europäische Umweltzeichen EU-Ecolabel, das zum ersten Mal überhaupt verliehen wurde. Für das Uhlenköper-Camp ist es bereits die zweite Umweltauszeichnung in diesem Jahr.

„Wir freuen uns nach der vielen Arbeit sehr über das Umweltsiegel der EU, weil es zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen und Aktivitäten seit Übernahme des Platzes in 2001 bisher richtig gelegen haben“, sagt Dieter Körding, der Seniorchef, anlässlich der Preisverleihung in Friedrichshafen. Mit dem EU-Label will sich der Campingplatz Westerweyhe noch stärker von der Konkurrenz abheben. „Eine Umfrage des Vereins Ecocamping bestätigt, dass Camper die Natur lieben und Campingplätze bevorzugen, die sich für eine intakte Natur einsetzen“, so Gertrud Körding.

Bei der Camp Ground, einer der wichtigsten Fachmessen Europas in der Campingbrache, verliehen Athina Koutroumani als Vertreterin der Europäischen Union, Dr. Uschi Eid, Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner die Auszeichnungsurkunde an Gertrud und Dieter Körding,

Das europäische Umweltzeichen für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, kurz „EU-Flower“ genannt, gibt es schon seit längerem. Seit dem Frühjahr 2005 können sich nun erstmals auch besonders umweltfreundliche Campingplätze in ganz Europa um dieses Zeichen bewerben.

Bei der Erarbeitung der Kriterien haben neben der Europäischen Kommission und den nationalen zuständigen Behörden auch der Europäische Campingverband EFCO, der ADAC und der Verein Ecocamping mitgewirkt.

Um mit dem Europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet werden zu können, müssen strenge Kriterien erfüllt werden. Das EU-Zeichen verlangt die Erfüllung von 36 Muss-Kriterien. Darüber hinaus gibt es 66 Kann-Kriterien, für die es unterschiedlich viele Plus-Punkte gibt. Die Kriterien beschreiben ganz konkrete Maßnahmen in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall und dem generellen Management. Ansatzweise wird auch die Betriebssicherheit bewertet. Jeder Betrieb wird vor Ort durch einen Umweltbetriebsprüfer kontrolliert.

Beim Uhlenköper-Camp fielen neben den üblichen Umweltmaßnahmen, wie dem Einsatz von Energiesparlampen, Bewegungsmeldern und Durchflussbegrenzern, die konsequente ökologische Ausrichtung bei den Ergänzungsbauten auf. Dabei werden z.B. nur nachwachsende Rohstoffe zur Gebäudedämmung und unbehandelte Lärchenhölzer zur Außenverkleidung benutzt. So konnte in dieser Saison das deutschlandweit erste Öko-Mobilheim für die Ferienhausvermietung angeboten werden. Aber auch die üppige, standortgerechte Bepflanzung, der Verzicht auf chemische Düngung, chemische Putzmittel, der Wertstoffhof, der Verzicht auf Einwegflaschen und vieles mehr führten zur Vergabe von Punkten, die letztendlich das Siegel einbrachten.

„Wir haben aber noch viel vor“, sagt Thomas Körding, der Umweltbeauftragte der Familie. „In diesem Winter wird eine Solaranlage gebaut, die warmes Wasser für die Campinggäste und die Wohnhäuser liefert. Außerdem werden weitere Dächer begrünt, eine Photovoltaikanlage gebaut und das Freizeitprogramm noch mehr auf umweltfreundliche Themen abgestimmt.“

Das EU-Ecolabel ist bereits die zweite Umweltauszeichnung, die das Uhlenköper-Camp in diesem Jahr entgegennehmen durfte. Im Frühjahr wurde dem Platz durch den ECOCAMPING e.V. bereits das eingeführte Umweltmanagementsystem bestätigt. Zusammen mit der Empfehlung des holländischen Automobilclubs ANWB und dem vierten Stern des Deutschen-Camping-Clubs DCC ist der Campingplatz inzwischen sehr gut aufgestellt.

Außer dem Uhlenköper-Camp wurden als zweiter deutscher Platz der Campingplatz Elbsee im Ostallgäu und drei österreichische Campingplätze (Campingplatz Rosental Roz in St. Margareten in Kärnten, Alpencamp Kötschach-Mauthen in  Kärnten und Camping Mexico in Bregenz) ausgezeichnet.